Venezia, Roma e i barbari
Es ist wahr, wir haben einen Barbaren in York gefunden, mehrere sogar, aber das reichte noch nicht. Am letzten Wochenende ging es von Rom aus mit dem Nachtzug nach Venedig, um dort die letzte Möglichkeit zu nutzen, die Austellung "Roma e i barbari" zu sehen. Samstag früh traf ich mich am Bahnhof mit Roland und Julia, die aus Innsbruck dazustiessen. Gemeinsam machten wir uns auf ins Getümmel Venedigs. Die Ausstellung war, kurz zusammengefasst, als Ausstellung schlecht, mit veralteten historischen Konzepten, aber mit grossartigen Stücken, die die Reise nach Venedig in jeder Hinsicht rechtfertigten. Wir werden eine Ausstellungskritik schreiben, die es irgendwann in einem Internetrezensionsjournal zu lesen geben wird.
Bilder kann ich leider keine präsentieren, da in der Ausstellung strenges Fotoverbot herrschte, aber Venedig bietet ja hinreichend andere Dinge, die zu Fachdiskussionen Anlass geben. Unten zum Beispiel die Gruppe der Hexarchen in, oder besser an San Marco. Es handelt sich um Statuen des spätrömischen Herrschers Diocletian mit seinen Mitherrschern Maximian, Constantius I., Galerius, Roland und Philipp.
Nach 9 Stunden Ausstellungsbesuch begann der lustige Teil des Venedigwochenendes. Aperitivo mit Spritz in einer hübschen Hinterhofosteria...
... und dann die Festa del Redentore, bei der ganz Venedig und viele Fremde auf den Beinen waren. Wir waren weniger auf den Beinen als auf der Bank eines Festplatzes, zu dem uns Neva (unten rechts) und Piero, Freunde von unserem Paveser Freund Piero Majocchi hinführten. Es gan Gegrilltes und Tafelwein, dazu italienischen Schlager und...
... eine Lotterie, bei der jedes Los gewann. Hier sieht man Roland beim Abholen seines Gewinns. Es war eine Trillerpfeife. Ich hätte ja gerne das Fahrrad gewonnen, bin aber nun...
... stolzer Besitzer eines Wischschwamms, einer Dose Stuzzicadenti (Zahnstocher) und Seifenblasen, die ich erfolgreich gegen eine Fliegenklatsche eingetauscht habe. Piero, der Venezianer, gewann eine Modellmaske. Begeistert war er nicht. Für Neva gab es eine Fliegenklatsche, für Julia einen Schwamm. Reich beschenkt zogen wir weiter zum Höhepunkt des Abends, nämlich dem ...
... Feuerwerk des Erläserfests, das wir von der Dachterrasse der Wohnung von Pieros Eltern am Canale Grande ansehen konnten. Es war in jeder Hinsicht grossartig; nicht nur die Terrasse, sondern auch die Show. Ich hatte noch niemals nur ansatzweise ein ähnlich prächtiges Feuerwerk gesehen. Beeindruckend auch die endlose Schlange an Booten, die sich danach wieder durch den Kanal nach Hause drängten. Wir drängten uns deutlich später in den Bus nach Mestre, wo wir die Nacht verbrachten. Mille grazie an Neva und Piero für diesen schönen Abend!
Nach 9 Stunden Ausstellungsbesuch begann der lustige Teil des Venedigwochenendes. Aperitivo mit Spritz in einer hübschen Hinterhofosteria...



