Siebenbuergen II
Es gaebe so viel zu berichten und zu zeigen. Aber das wuerde irgendwann auch langweilen, und meine schoene Reisezeit im Internetcafe verplembern. Daher hier nur einige kurze Impressionen - und eine Empfehlung, Siebenbuergen selbst zu bereisen. Es lohnt sich, zumindest dann,...
...wenn man sich fuer das Mittelalter interessiert. Denn eine Reise nach Siebenbuergen ist irgendwie auch eine Zeitreise. Die schoene Landtschaft, die vielen Kirchenburgen, wie das besonders schoene Exemplar in Meschen, oder...
... kleine Staedtchen wie Schaessburg oder Mediasch machen das Reisen in Siebenbuergen zu einem Augenschmauss. In Mediasch fuehrten mich gleich drei rumaenische Schueler des deutschen Gymnasiums durch die Kirche, die so etwas Geld verdienten und die Chance nutzten, ihr (sehr gutes) Deutsch zu praktizieren. Mein erster Versuch, die Karpaten zu erleben, fiel leider in das in grossem Stroemen vom Himmel kommende Wasser. Gestern jedoch klappte es besser. Das erste Ziel war die suedlich von Hermannstadt liegende romanische Kirche von Michelsberg, einem Ort, in dem noch vergleichsweise viele "Sachsen" zu leben scheinen. Dennoch war die Kirche leider zu und die Burgwaechterin auch nicht aufzutreiben. Wahrscheinlich war ich mit halb neun zu frueh da. Die Aussicht vom Burghuegel, das wunderschoene romanische Portal und das grandiose Wetter machten den Abstecher dennoch lohenend.
Der Rest des Tages fuehrte mich zu der Hauptstadt des dakischen Koenigs Decebalus Sarmizegetusa Regia, die hoch in den Bergen liegt und deren Besuch wider Erwarten mit einer mehrstuendigen Wanderung verbunden war. Die Karaptenwanderung war wunderbar, die Ruinen auch. Ob sie jedoch so lohnend waren, dass ich wegen der unerwarteten langen Wanderung keine Zeit mehr hatte, das roemische Ulpia Traiana Sarmizegetusa zu besuchen, werde ich zumindest bei dieser Reise nicht mehr erfahren.





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