Varna
In Varna angekommen, habe ich endlich ein Internetcafe gefunden, dass USB-Sticks verarbeiten kann. "Klasse", dachte ich mir, "nun können die Bilder in den Blog...". Denkste. Der PC hier hat so seltsame Voreinstellungen, dass blogger.com hier nicht richtig läuft. Da die nette Dame am Schalter auch nicht helfen kann, muss ich leider vertrösten. Schade, da es Schönes zu zeigen gäbe. Da wären zum Beispiel verschiedene bulgarische Köstlichkeiten, vom Kameniza-Bier über den Ovcharska-Salat bis zu den Kjufte, oder die nette Strandpromenade hier in Varna. Werde das also so bald wie möglich nachreichen.
Grossartig war auch der erste kurze Abstecher nach Rumänien zu der Grabung der Eurasien-Kommission des DAI in Pietrele, wo es von Svend Hansen eine ausführliche Führung über die Grabung mit den chalkolithischen Befunden der KGK VI-Kultur gab, einen wunderbaren Blick ins Donautal, ein nettes Abendessen und anschliessend von jedem Materialbearbeiter eine Einführung in seine jeweiligen Funde. Noch nie habe ich eine Grabung erlebt, bei der das gesamte Team von morgens um sechs bis abends um elf mit grosser Begeisterung auf der Grabung und anschliessend am Material arbeitet. Chapeau!
Vorgestern waren wir dann in Silistra, wo wir nach Vermittlung von Ivan Gatsov in Pietrele, den wir schon in Troja getroffen hatten, von den dortigen Archäologen der Uni Sofia und vor allem Bojan Dumanov herzlich empfangen, ueber die aktuellen Rettungsgrabungen geführt und abends auf eine Patry eingeladen wurden. Ueber deren Vermittlung wiederum konnten wir mit einer Mitarbeitern des Museums sogar die sonst geschlossene spaetantike Grabkammer mit den berühmten Malereien sehen und gleich weiter nach Constanza vermittelt werden. Danach kamen Abritus (Razgrad) und Schumen, wo es gestern abend den grössten Ovcharska-Salat aller Zeiten zu essen gab, und heute schliesslich Varna. Morgen geht es dann nordwärts der Küste entlang, übermorgen dann endgültig Rumänien. Was die gestohlene Kamera angeht und eventuelle Sorgen zukuenftiger Bulgarien-Reisender: Wer nicht so blöd ist wie ich, kann hier eigentlich unbesorgt sein. Bis auf diese Ausnahme sind alle Erfahrungen in Bulgarien positiv. Hilfsbereite, freundliche Leute, angenehme Atmosphäre und eigentlich ein sehr sicheres Gefühl. Also, keine Sorgen machen! Falls mein Auto gleich nicht mehr da stehen sollte, wo ich es vorhin abgestellt habe, kann ich diese Aussage ja immer noch korrigieren. *g* div>

2 Comments:
Und, steht dein Auto noch?
Ja, alles gut. Auto noch da und Inhalt auch. Hoffe, dass das auch in Rumaenien so bleibt!
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