Montag, Juli 23, 2007

Johanniterreise (XI): Bodrum - St. Peter



Ein weiterer, aber vielleicht letzter Höhepunkt meiner Reise zu Johanniterzielen ist die Festung St. Peter in Bodrum, dıe vom Johanniterorden ab 1420 errichtet wurde. Dass hierfuer eines der sieben Weltwunder der Antike, das Mausoleum von Halikarnassos, abgerissen wurde, ist gerade für einen Archaeologen etwas peinlich, aber Denkmalschutz war damals noch weniger populaer als heute. Der deutsche Ordensarchitekt Heinrich Schlegelholt, dessen Wappen am "deutschen Turm" zu sehen ist, hat dennoch eine praechtige erbaut, die nie erobert wurde, sondern 1523 kampflos aufgegeben wurde, als Suleiman Rhodos erobert hatte.



In der Burg ist heute das türkische Museum für Unterwasserarchaeologie untergebracht, u.a. mit den berühmten Wrackfunden von Yassiada oder Uluburun. Ein Raum ist auch der Burggeschichte gewidmet und mit Fahnen der Grossmeister geschmückt, deren Wappen sich an den Bastionen der Festung finden.


Wappensteine gibt es reichlich, etwas 250 an der ganzen Burg. Erkennen konnte ich leider nur wenige, darunter das Wappen des Grossmeisters Pierre d'Aubusson (unten), der Rhodos 1478/80 erfolgreich gegen die Türken verteidigte, und dem im Zuge der Affaere um den türkischen Prinzen Cem die Kardinalswürde verliehen würde. Sein Wappen ist daher mit deö Kardinalshut versehen. Limks neben dem Grossmeisterwappen das Wappen des englischen Hosenbandordens, da der Gouverneur der Burg im spaeten 15. Jahrhundert eim englischer Ritter war.


Besonders schön auch die von spanischen Rittern erbaute Kirche. Innen erkennt man jedoch nichts mehr, da dort heute die Funde von Yassiada mit einer Nachbildung des Schiffes ausgestellt sind. Alles in allem ein sehr eindrucksvoller Besuch - nur tewas kühler haette es sein können. 47 Grad ım Schatten bremsen selbst die grösste Begisterung :-)