Sonntag, März 04, 2007

Bergjemen und Tihama

Nach Aden verliessen wir den Indischen Ozean und schraubten uns auf steilen Strassen in das jemenitische Bergland, blieben dort einige Tage, um dann gegen Ende der Jemen-Rundfahrt und die schwuelwarme Ebene am Roten Meer, die sogenannte Tihama zu fahren. Kurz und knapp kann man die unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften, Monumenten, Ausblicken und Eindruecken der letzten zwei Wochen gar nicht beschreiben. Daher folgt jetzt eine Sammlung kommentierter Bilder.

Souk in Taizz, der zweiten Hauptstadt des Jemen

Wadi Dhabab: ein paradiesartiges, fruchtbares Tal zwischen bis zu 3000 m hohen Bergen

Weihrauch, die Quelle des antiken Reichtums in Suedarabien

Jibla

Ibb

Jebel al-Aud. Hier oben auf ca 3000 m Hoehe liegt an einem Steilabfall, an dem es mehrere 100 m senkrecht in die Tiefe geht, eine der spektakulersten Grabungen des DAI Sanaa. Eine himyaritische Siedlung, sehr gut erhalten, mit einem tempelartigen Bau, einem gepflasterten Platz , Wirtschafts- und Wohnraeumen. Das einzige, was den Wunsch, hier mitgraben zu koennen, etwas einschraenkt, ist die krasse Anfahrt ueber eine eigentlich nicht befahrbare Piste jeden morgen.

Amiriya-Moschee in Rada

Amiriya innen

Al Mokha (Mokka). Das ist die Hauptmoschee jener Stadt, nach der unser Kaffeegetraenk heisst. Sonst ist von der Stadt, die im 17. und 18. Jahrhundert bluehte, nicht mehr viel zu sehen. Ein paar Ruinen alter Kaufmannspalaeste, sonst aber Schuetthuegel. Eine moderne Stadtwuestung, sehr spannend! Anstaendigen Kaffee, geschweige denn Mokka, gibt es hier, wie im ganyen Jemen, leider schon lange nicht mehr.

Ausblick in das jemenitische Bergland

Antiker Wassertunnel in der himyaritischen Stadt Rayboun

Manakha

Blick auf Hajarah (die burgaehnlichen Haeuser auf der hinteren Bergkette)

Ein Dorf in der Tihama. Wenn man nicht wuesste, dass es Suedarabien ist, wuerde man diese Doerfer in Afrika suchen. Weit ist es von hier ja nicht mehr, von Djibouti und Eritrea trennt diese Gegend nur das Bab el-Mandab. Auch sonst sind die starken Kontakte nach Afrika offensichtlich, nicht nur im Aussehen der Menschen, sondern auch in Form vieler Alltagsgegenstaende, die wir sonst im Jemen nicht gesehen haben, die Franis aber aus Aethiopoen kannte.