Samstag, Mai 26, 2007

USA

Kaum hat die schöne Amerikareise begonnen, ist sie auch schon wieder vorbei. Wegen des dichten Progamms und der sehr überschaubaren Menge an Internetcafés bin ich leider nicht dazu gekommen, häufiger zu berichten. Werde das im kommenden Türkeiteil nach bestem Können wieder ändern. In aller Kürze also zu den USA: Die Reise war vollgepackt, anstrengend, mit wenig Schlaf gesegnet, ungefähr 4500 km mit "unserem" Chevi lang, vielseitig, anregend und vor allem kulinarisch ein Highlight! Alles bisher gesehene wurde in den Schatten gestellt, vor allem durch meinen "Stonewall-Jackson-Burger" in Lexington, Virginia, hier vorne im Bild. Im Hintergund mein lieber Reisegefährte Roland, dessen Exemplar der Gattung Sandwich nur auf grund der Perspektive bescheidener aussieht als "Stonewall Jackson". Dazu literweise Cola und alles, was man über die amerikanische Küche dachte, wird bestätigt.

Diese Bestätigung ist aber unfair. Erstens, weil wir in den Staaten durchaus auch hervorragend gegessen haben, zum Beispiel an den drei Abenden in Knoxville bei Michael und Kathy zuhause (hervorragendes griechisches Buffet), beim Southern-Sytle-Barbeque (Spare-Ribs und Catfish) und dem Abendessen im Hotel (ein göttliches Steak). Unfair aber auch gegenüber meinem "Stonewall Jackson", der sehr gut geschmeckt hat und zeigte, was ein Burger sein kann. Richtig schlecht war ein Sandwich mit "Gravy" in Harper's Ferry, rohes Toastbrot mit einer lauwarmen Bulette darin und mitsamt dem Pommes übergossen mit einer schweren, geleartigen braunen Sauce. Ein Hoch auf meinen "Stonewall"!

Weil es so schön war, reiche ich hier noch ein Bild von den Niagarafällen nach. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel...

Gleiches gilt für den "Great Smokie Mountains National Park", in dem wir von Knoxville aus einen Tag wandern waren und am Abend noch das Reservat der Cherokee besuchten. auf den ersten Blick sehen die Smokies aus wie der Schwarzwald; wandert man dort jedoch, entdekct man eine Vielfalt unbekannter Pflanzen und Vögel (einen Schwarzbären haben wir leider nicht gesehen), die sofort deutlich machen, daß das nicht der Schwarzwald ist.



Nach dem Besuch des Schlachtfeldes von Chikamauga mit Michael, Erin und Kongressteilnehmern fuhren Roland und ich auf der Fahrt gen Boston über Gettysburg, das den meisten aus dem gleichnamigen Film bekannt sein dürfte. Ähnlich wie in Chikamauga stehen auch hier hunderte von Monumenten, die an einzelne Kompanien, Regimenter, Offiziere oder die Soldaten ganzer Bundestaaten erinnern, die an dem jeweiligen Ort in einer bestimmten Phase der dreitägigen Schlacht eingesetzt waren. Ein unheimlicher aber auch phaszinierender Ort...


... an dem nicht ganz verständlich wird, warum Menschen so viel Spass am Kriegspielen haben. Die Reenactement-Vorführung eines Infanterieregiments aus Ohio war aber dennoch ganz interessant, da sie mit wenig Pathos und viel Detailwissen präsentiert wurde. Spätestens bei der Schießvorführung dürften jedoch die meisten Zuschauer ganz froh gewesen sein, nicht tatsächlich im Jahr 1863 in dieser Reihe gestanden zu haben.


Ganz verrückt, aber beeindruckend war ein Spontan-Abstecher nach Manhattan. Sonntag abends um 22:30 fuhren wir innerhalb von 5 min von der Umgehungsautobahn auf den Broadway, parkten (kostenlos!) auf der 42nd Street, marschierten über den Times Square und einige Nachbarstrassen in eine nette Pizzeria, bestiegen um 0:20 das Empire State Building (Beweisphoto anbei) und fuhren dann am Central Park vorbei quer durch Harlem und die Bronx weiter in Richtung Boston. Es ist immer noch wie ein Traum...



Vom schönen Boston hier ein Bild, das die Skyline der Stadt aus der JFK Library zeigt. Wer nach Amerika will, ohne Europa zu verlassen, sollte nach Boston fahren. Eine wunderbare Stadt!


Dies in aller Kürze. Demnächst mehr. Morgen geht es mit der Fähre von Ancona nach Patras. die nächste Meldung kommt dann aus Athen.

Nachtrag: Roland und ich stehen wohl beide noch unter dem Einfluß des Gravy-Traumas. Vielen Dank, lieber Roland, für diesen Gravy-Link. Hatten wir vielleicht einfach nur Pech in Harper's Ferry? Ich habe ja große Zweifel, ob dieses Gericht für mich noch zu retten ist ;-)

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

mahlzeit, kollegen!

5:08 PM  

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