Ueberraschung in Tunis
Am letzten Tag in Tunis doch noch eine grosse Ueberraschung: Durch das Hintertuerchen der Kommentar-Veroeffentlichung bin ich ploetzlich im Blog gelandet. Bin ganz baff und total unvorbereitet. Ich haette Euch ja gerne mit schoenen Bildern aus Tunesien verwoehnt, habe aber den USB-Stick nicht dabei und haette damit sowieso nichts ausrichten koennen, da die PCs hier nicht nur regelhaft keine USB-Anschluesse haben (hier herrscht noch das Disketten-Zeitalter), sondern das Versenden von attachements ohnehin sehr misstrauisch beaeugt wird.
Bin also gerade in Tunis, hatte heute frueh einen Termin bei Fathi Bejaoui im Denkmalamt, bin danach lange durch den Basar gebummelt und sitzte jetzt in dem einzigen bisher aufgefunden Internetcafe an der Avenue Habib Bourguiba. So schoen wie heute war die Medina von Tunis noch nie: mit Jacket, einem Ordner in der Hand und ohne Fotoapparat habe ich offensichtlich so untouristisch ausgesehen, dass ich von keinem einzigen Haendler angesprochen wurde. Sehr angenehm, da die Art, wie die Haendler hier in Touristenzentren Tunis, Hammamet, Sousse, Djerba etc. mit den Leuten umgehen einer der wenigen unangenehmen Seiten von Tunesien ist. Ansonsten war die Zeit hier phantastisch: Mit der Autorisation des INP ging der Besuch der Ruinenstaetten ganz problemlos, wir hatten keine Sorgen mit den Sicherheitsbehoerden und keine Probleme mit dem Wagen. Gestern in Jendouba hat mich ein algerischer Chaot mit seinem Auro im Bereich der Schiebetuer gestreift; der grosse "Kratzer" hat sich jedoch als abwaschbar herausgestellt, was mich sehr beruhigt hat. Mehrfach, vor allem bei den Uebernachtungen im Auto haben wir die unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen hier kennengelernt, zuletzt in der Naehe von El Kef, wo wir an einer Bergstrasse in der Naehe eines Bauernhofes uebernachtet haben. Kurz nach unserer Ankunft kam der Sohn des Hauses mit Kopfkissen und Decken, da es nachts ja so kalt sei, danach kam Kaffee und eine herzliche, aber spaerliche Konversation, da mein Arabisch doch recht schnell an seine Grenzen stiess. Am Morgen oeffneten wir die Tuer des Wagens, als schon der Vater und Hausherr mit einem herzilchen "Sabah al-chair" vor uns stand mit einem Tablett mit heissem Tee und einem Teller voller Makroudh, Suessigkeiten aus Dattelpaste und Sesam. ann durften wir noch die privaten Grabungen der Bauern besichtigen (der Hof steht direkt auf einem roemischen Gutshof), die Tiere bewundern und wussten gar nicht, wie man so viel spontante Herzlichkeit angemessen beantwortet.
Nunja, es gaebe noch vieles zu erzaehlen, aber ich muss mich wieder ins Gewuehl der Altstadt stuerzen und noch einmal zum INP.
Morgen geht meine Faehre nach Genua, meine tun. Nummer ist dann also ausser Betrieb, es gilt vorerst wieder die O2-Nummer.
Schaut auch mal in
http://www.abenteuer-archaeologie.de
Da gibt es einige mehr oder weniger gelungene Berichte von unserer Reise
Am letzten Tag in Tunis doch noch eine grosse Ueberraschung: Durch das Hintertuerchen der Kommentar-Veroeffentlichung bin ich ploetzlich im Blog gelandet. Bin ganz baff und total unvorbereitet. Ich haette Euch ja gerne mit schoenen Bildern aus Tunesien verwoehnt, habe aber den USB-Stick nicht dabei und haette damit sowieso nichts ausrichten koennen, da die PCs hier nicht nur regelhaft keine USB-Anschluesse haben (hier herrscht noch das Disketten-Zeitalter), sondern das Versenden von attachements ohnehin sehr misstrauisch beaeugt wird.
Bin also gerade in Tunis, hatte heute frueh einen Termin bei Fathi Bejaoui im Denkmalamt, bin danach lange durch den Basar gebummelt und sitzte jetzt in dem einzigen bisher aufgefunden Internetcafe an der Avenue Habib Bourguiba. So schoen wie heute war die Medina von Tunis noch nie: mit Jacket, einem Ordner in der Hand und ohne Fotoapparat habe ich offensichtlich so untouristisch ausgesehen, dass ich von keinem einzigen Haendler angesprochen wurde. Sehr angenehm, da die Art, wie die Haendler hier in Touristenzentren Tunis, Hammamet, Sousse, Djerba etc. mit den Leuten umgehen einer der wenigen unangenehmen Seiten von Tunesien ist. Ansonsten war die Zeit hier phantastisch: Mit der Autorisation des INP ging der Besuch der Ruinenstaetten ganz problemlos, wir hatten keine Sorgen mit den Sicherheitsbehoerden und keine Probleme mit dem Wagen. Gestern in Jendouba hat mich ein algerischer Chaot mit seinem Auro im Bereich der Schiebetuer gestreift; der grosse "Kratzer" hat sich jedoch als abwaschbar herausgestellt, was mich sehr beruhigt hat. Mehrfach, vor allem bei den Uebernachtungen im Auto haben wir die unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen hier kennengelernt, zuletzt in der Naehe von El Kef, wo wir an einer Bergstrasse in der Naehe eines Bauernhofes uebernachtet haben. Kurz nach unserer Ankunft kam der Sohn des Hauses mit Kopfkissen und Decken, da es nachts ja so kalt sei, danach kam Kaffee und eine herzliche, aber spaerliche Konversation, da mein Arabisch doch recht schnell an seine Grenzen stiess. Am Morgen oeffneten wir die Tuer des Wagens, als schon der Vater und Hausherr mit einem herzilchen "Sabah al-chair" vor uns stand mit einem Tablett mit heissem Tee und einem Teller voller Makroudh, Suessigkeiten aus Dattelpaste und Sesam. ann durften wir noch die privaten Grabungen der Bauern besichtigen (der Hof steht direkt auf einem roemischen Gutshof), die Tiere bewundern und wussten gar nicht, wie man so viel spontante Herzlichkeit angemessen beantwortet.
Nunja, es gaebe noch vieles zu erzaehlen, aber ich muss mich wieder ins Gewuehl der Altstadt stuerzen und noch einmal zum INP.
Morgen geht meine Faehre nach Genua, meine tun. Nummer ist dann also ausser Betrieb, es gilt vorerst wieder die O2-Nummer.
Schaut auch mal in
http://www.abenteuer-archaeologie.de
Da gibt es einige mehr oder weniger gelungene Berichte von unserer Reise

2 Comments:
Lieber Philipp,
auf diesem Wege möchte ich Dir für Deine interessanten Reiseberichte danken. Ich schaue öfter mal rein und freue mich schon auf die nächsten Berichte! Im Moment bist du ja quasi gerade bei mir "vor der Haustüre" unterwegs.
Herzliche Grüße aus dem Wallis,
Lutz
Hola Lutz!
danke :-)
Ich bin gerade in Barcelona und freue mich ueber die Kommentare.
Herzliche Gruesse,
Philipp
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